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Neukölln
Arcaden

Neukölln Arcaden, Karl-Marx-Straße, Berlin, Deutschland

Öffnungszeiten:  Mo. - Sa. 10:00 bis 20:00 Uhr

Laufzeit: 10.07. - 10.08.2024

Mit einer Performance von Lili Theilen am 9.08.2024.,

um 13.00 Uhr

Teilnehmende

Lili Theilen

Performance am 9.08.2024., um 13.00 Uhr


Lili Theilen studiert derzeit in der Kontextmalerei-Klasse an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. In ihren Werken beschäftigt sie sich mit den Realitäten des Lebens für weiblich gelesene und queere Personen. Performance und Malerei gehen oft Hand in Hand.


Die Frage nach Machtstrukturen in der Kunstgeschichte und queere Sichtbarkeit im öffentlichen Raum spiegeln sich in Theilens Arbeit wider. Mit interaktiven Performances versucht sie, neue zugängliche Räume zu entwickeln, sie entstehen aus einem ständigen Wechselspiel. SIe geht dabei von ihrem Standpunkt als weiblich gelesene Person aus. Elemente, die Schutz symbolisieren (übergroße Mäntel, Burgen, Häuser etc.) demonstrieren Selbstermächtigung und Stärke. Dennoch wird sogleich die Fragilität des Subjekts sowie der Situation freigestellt. Diese Untrennbarkeit von hart und weich sehe sie als bezeichnend für meine Arbeit. Für das Paper Future Lab baut Theilen aus ungefähr 900 Papiersteinen ein Haus. Dieses Haus symbolisiert eine fragile Zukunft, die für Menschen aus ihrer Generation bevorsteht. Und sie beinhaltet den Wunsch, sich die eigenen vier Wände bauen zu können, um einen - zumindest gedanklichen - Schutzraum zu erarbeiten. Durch die Klimakrise ist ein eigenes Haus nicht mehr denkbar. Zusammen mit der Fotografin Anna Niedermeier erforscht die Künstlerin den Begriff des Wohnens.

Ilka Raupach

Ilka Raupachs künstlerische Arbeiten entstehen aus dem Spannungsverhältnis von Kultur und Natur.
Sie versteht sie als Versuch der Orientierung, als Erfahrung und Erkundung des Natur-Raumes mit allen Sinnen und damit schlussendlich als Erforschung des Verhältnisses vom Menschen in der Natur. Besonders die mit Eis und Schnee bedeckten Länder und der brasilianische Regenwald versetzen sie in Staunen und sind Inspiration zugleich.


Ilka Raupach ist 1976 in Hennigsdorf geboren.

Ausbildung zur Elfenbeinschnitzerin und Meisterin in Michelstadt sowie Uummannaq und Ilulissat, Grönland; Studium Kunst/Freie Bildhauerei an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und an der Kunstakademie in Bergen/Norwegen, Diplomabschluss 2005; 2009-2019 künstl./wiss. Mitarbeiterin am Institut für Architekturbezogene Kunst der TU Braunschweig.

Teilnahme an zahlreichen internationalen Projekten und Ausstellungen: u.a. 2014 The Arctic Circle, Art and Science Expedition Svalbard; 2015 Artist in Residence, Acaia Institut, São Paulo, Brasilien; 2022 LABVERDE Residence, Amazonas, Brasilien.

Drew Matott

Während der Covid-19-Pandemie lief der Buch- und Papierkünstler Drew Matott zwei Jahre lang durch die Straßen Hamburgs und sammelte weggeworfene Gesichtsmasken vom Boden auf. Er brachte das Material zurück in sein Atelier in Hamburg, wo er es desinfizierte, zerkleinerte und zu handgeschöpftem Papier verarbeitete. Er schuf über 4000 Blatt A3-Papier für Künstler wie A Revolutionary Press (USA), Jana Schumacher (Deutschland) und Thomas Judish (Deutschland).


Neben der Herstellung von einfachen Papierbögen, verwendete Matott die zerkleinerten Gesichtsmasken auch, um eine Reihe von Papierporträts der verschiedenen Varianten herzustellen. Diese Platten wurden geformt, indem der Zellstoff auf eine 115 cm lange Form gegossen wurde, wobei die nasse Platte durch Spritzen von Löchern mit Wasser belastet wurde. Nachdem das Wasser aus dem Papierbehälter entfernt worden war, wurde das frisch geformte Blatt Papier selektiv von Hand gepresst und dann mit einer Siebdruckschablone und fein verarbeitetem und pigmentiertem Baumwollzellstoff bedruckt. Das Endergebnis war eine Serie von Pulp-Gemälden, die in den Vereinigten Staaten, Deutschland, Frankreich und Slowenien ausgestellt wurden.


Matott versucht, die Aufmerksamkeit auf das Ausmaß des Mülls zu lenken, der während der Pandemie entstanden ist; und erinnert an die Schwere der Covid-Bedrohung und die Gründe, warum überhaupt Masken getragen wurden.


Text von Drew Luan Matott

Releaf Paper

Da sich die Menschen zunehmend der Auswirkungen ihrer Entscheidungen auf die Umwelt bewusst werden, suchen sie verstärkt nach umweltfreundlichen Produkten mit einem geringeren Kohlenstoff-Fußabdruck. Das Thema soziale Verantwortung spielt dabei eine wichtige Rolle für nachhaltigen Konsum.


Releaf Paper ist ein junges ukrainisches Unternehmen, das sich für Nachhaltigkeit im Verpackungsbereich engagiert. Durch das Recycling von Pflanzenabfällen zu wertvollen Rohstoffen bietet Releaf Paper eine Alternative zu Frischfasern in der Papierherstellung. Das Unternehmen stellt nicht nur Papier aus Laubabfällen her, sondern liefert auch nachhaltige Verpackungen aus Releaf Paper an verschiedene Marken. Diese umweltfreundlichen Verpackungen sind eine hervorragende grüne Alternative zu Plastik- und Holzpapiertragetaschen.

LattenLabor

In Zusammenarbeit mit einem Online-Bettenhandel entwickeln das LattenLabor neue Anwendungen für Lattenroste aus ausgedienten Bettgestellen und Rückläufern. Ziel ist es, die aus hochwertigem Buchenholz gefertigten Federholzleisten und Rahmenteile als Material zu erschließen und in eine weitere Nutzung zu bringen. Dabei entsteht eine Serie aus leichten, eleganten Kleinmöbeln, die vielseitig einsetzbar sind.

Dabei verstehen die Teilnehmenden des LattenLabours ihre Arbeit als Aufforderung zur Nachahmung und möchten dazu anregen, im eigenen Alltag aus der Nutzung gefallenes Material kreativ zu transformieren und neuen Zwecken zuzuführen.


Das LattenLabor ist ein Projekt von Kunst-Stoffe e.V. in Zusammenarbeit mit dem Haus der Materialisierung und den Spacebauhasis. Beteiligte Gestalter sind bisher stefan.is.doing.things, Wanja Scheuring, Paul Friedl, Matthias Finck und Corinna Vosse.

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