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Drew Matott

Während der Covid-19-Pandemie lief der Buch- und Papierkünstler Drew Matott zwei Jahre lang durch die Straßen Hamburgs und sammelte weggeworfene Gesichtsmasken vom Boden auf. Er brachte das Material zurück in sein Atelier in Hamburg, wo er es desinfizierte, zerkleinerte und zu handgeschöpftem Papier verarbeitete. Er schuf über 4000 Blatt A3-Papier für Künstler wie A Revolutionary Press (USA), Jana Schumacher (Deutschland) und Thomas Judish (Deutschland). 


Neben der Herstellung von einfachen Papierbögen, verwendete Matott die zerkleinerten Gesichtsmasken auch, um eine Reihe von Papierporträts der verschiedenen Varianten herzustellen. Diese Platten wurden geformt, indem der Zellstoff auf eine 115 cm lange Form gegossen wurde, wobei die nasse Platte durch Spritzen von Löchern mit Wasser belastet wurde. Nachdem das Wasser aus dem Papierbehälter entfernt worden war, wurde das frisch geformte Blatt Papier selektiv von Hand gepresst und dann mit einer Siebdruckschablone und fein verarbeitetem und pigmentiertem Baumwollzellstoff bedruckt. Das Endergebnis war eine Serie von Pulp-Gemälden, die in den Vereinigten Staaten, Deutschland, Frankreich und Slowenien ausgestellt wurden.


Matott versucht, die Aufmerksamkeit auf das Ausmaß des Mülls zu lenken, der während der Pandemie entstanden ist; und erinnert an die Schwere der Covid-Bedrohung und die Gründe, warum überhaupt Masken getragen wurden.


Text von Drew Luan Matott



Ort: Nochmall

NochMall, Auguste-Viktoria-Allee, Berlin, Deutschland

Öffnungszeiten: Mo. - Sa. 10. 00 bis 18.00 Uhr
Do. 10.00 bis 20.00 Uhr

Laufzeit: TBD

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